Automatisch und elektrisch: So sieht die Seefahrernation Norwegen die Zukunft ihrer Schiffe auf dem Meer. Ein extensiver Industrie-Cluster in der Küstenstadt Alesund arbeitet an dieser Vision. In der "Neue Zürcher Zeitung" erläutert Rudolf Herrmann die Arbeiten, Maßnahmen und Möglichkeiten.

Weiterlesen ...

Niedersächsische Werften können sich in einer Zeit, in der die globale Schiffbauindustrie sich weiterhin in einer schwierigen Lage befindet, am Markt behaupten. Die meisten großen Schiffbaunationen haben mit sinkenden Auftragszahlen bei einem Überangebot an Produktionskapazitäten zu kämpfen. Trotz dieser international schwierigen Situation konnten die deutschen Schiffbauunternehmen auch im Jahr 2016 einen gestiegenen Auftragseingang verzeichnen und sich dem allgemeinen negativen Trend entziehen.

Weiterlesen ...

Schleswig-Holstein war während des Ost-West-Konfliktes in Europa eine Region, in der die Konfrontation durch eine hohe Konzentration von Militär und Rüstung sowie durch den Eisernen Vorhang an der Landesgrenze sichtbar ihren Ausdruck gefunden hat. Nach der Vereinigung Deutschlands und dem Ende des Kalten Krieges hat sich für dieses Bundesland durch den militärischen Wandel und die wirtschaftliche Öffnung die sicherheitsund wirtschaftspolitische Lage grundlegend geändert. Dies hatte tief greifende Auswirkungen auf den Marineschiffbau in Schleswig-Holstein, der Anfang der neunziger Jahre vor schwierigen strategischen Grundsatzentscheidungen über seine zukünftige Ausrichtung stand. Dabei mangelte es nicht an Empfehlungen.

Weiterlesen ...

Die Zeit der Segelschiffe ist längst vorbei, auch die Ära der Kohleantriebe gehört mehr oder weniger der Geschichte an, Dieselmotoren spielen heute die entscheidende Rolle bei den Schiffsantrieben. Doch sie geraten immer mehr mit negativen Vorzeichen in die Diskussionen. Ob sie aus Gründen des Umwelt- und damit Klimaschutzes längerfristig noch akzeptiert werden, sei zumindest mittelfristig dahingestellt.

Weiterlesen ...

"Für die europäische Kreuzfahrt stehen die Zeichen in den kommenden Jahren trotz weltweiter wirtschaftlicher Sparmaßnahmen auf Wachstum." Das erklärte laut "Schiff&Hafen" Pierfrancesco Vago, Chairman des Kreuzfahrtverbandes CLIA Europe und Executive Chairman der Reederei MSC Cruises, auf dem diesjährigen Gipfeltreffen der Kreuzfahrtbranche, dem International Cruise Summit, in Madrid.

Weiterlesen ...

Aus dem HANSA International Maritime Journal – 153. Jahrgang – 2016 – Nr. 11: Die finnische Werft Meyer Turku soll zwei neue Kreuzfahrtschiffe für Royal Caribbean bauen. Die HANSA sprach exklusiv mit Geschäftsführer Jan Meyer über Brennstoffzellen, die langfristigen Folgen des Auftrags und die Gefahr einer Markt-Überhitzung:

Für Ihre jüngsten Neubauten kündigen
Sie Brennstoffzellen-Applikationen an.
Um was handelt es sich dabei?

HANSA MeyerJan Meyer: Wir arbeiten gemeinsam mit
Royal Caribbean an Testprojekten. In kleinen
Schritten soll der Energiebedarf im
Hotelbereich abgedeckt werden. Langfristig
soll die gesamte Stromversorgung an
Bord über Brennstoffzellen laufen. Es gibt
aber noch Herausforderungen was die Lebensdauer
und die Kosten betrifft. Da müssen
wir uns in die Nähe von Dieselmotoren
bewegen. Außerdem fehlt es noch an einer
entsprechenden Regulierung auf der politischen
Ebene.

Mit der gestiegenen Auslastung kündigen
Sie Weiterentwicklungen in der Werft an.
Was bedeutet das konkret?

Meyer: Wachstum ist prinzipiell eine gute
Sache, aber man muss die Arbeit auch bewältigen
können. Wir stehen im Wettbewerb
unter hohem Kosten- und Lieferdruck.
Deshalb werden wir noch deutlich mehr als
die kürzlich angekündigten 75Mio.€ investieren.
Die Werftanlagen sind zum Teil
40 bis 45 Jahre alt und müssen erneuert werden.
Das ist eine große Chance für uns, weil
wir jetzt die Möglichkeit haben, Fertigungsanlagen
der Zukunft zu entwickeln, um
eine software-gesteuerte und datengetriebene
Produktion auf die Beine zu stellen.

Die Mutterwerft in Papenburg setzt auf
Automation und Sektionsbau. Wollen Sie
das in Turku kopieren?

Meyer: Wir wollen sogar darüber hinaus
die Prozesse weiterentwickeln. So ist der
Lauf der Zeit, später wird die Papenburger
Werft dann mit neuen Entwicklungen vorangehen,
so lernen wir voneinander.

Ist auch eine räumliche Expansion in Turku
angedacht?

Meyer: Nein, vorerst nicht. Wir müssen
und wollen aber die Produktivität kontinuierlich
erhöhen.

Gibt es in und um Turku ein ähnlich starkes
Cluster um die Werft herum wie in
Papenburg, wo Unternehmen zum Teil
nur die Werft als Kunden haben und diese
ein enormer Wirtschaftsfaktor in der
Region ist?

Meyer: Ja, das ist in etwa vergleichbar. Es
gibt hier ein starkes Cluster. Allerdings
wollen wir das weiter ausbauen. Wir suchen
Zulieferer, die in unsere langfristige
Strategie einsteigen. Durch das jetzt große
Orderbuch über acht Jahre können wir uns
ganz anders aufstellen als bislang.

Dennoch wird der Wettbewerb im Kreuzfahrtmarkt
härter, asiatische Werften
drängen in den Markt. Wie wollen Sie
sich dem stellen?

Meyer: Insbesondere chinesische Anbieter
arbeiten sehr intensiv an der Neubau-Akquise,
in China werden wohl bald Cruise
Liner gebaut. Allerdings stellt sich die Frage:
Sind die Schiffe auch so gut und kosteneffizient
wie unsere? Was ist mit der Zuverlässigkeit
bei Lieferzeiten? Alles in allem
bin ich zuversichtlich, dass wir uns da behaupten
können.

Der europäische Werftmarkt für Kreuzfahrtschiffe
ist ebenfalls in Bewegung,
Fincantieri expandiert nach China, STX
France soll zum Verkauf stehen. Wäre das
auch für Sie eine Option?

Meyer: Wir beteiligen uns nicht an derlei
Gerüchten.

Mittlerweile gibt es auch Stimmen, die die
Gefahr einer Überhitzung im Kreuzfahrtschiffbau
sehen. Sind Sie vorbereitet, falls
die Nachfrage sinkt?

Meyer: Wir arbeiten bekanntlich auch im
Fährenmarkt mit unserem bald fertigen
Neubau für Tallink. Darüberhinaus sind
wir auch an anderen Spezialschiffen interessiert.
Außerdem: Man geht von einem Flottenwachstum
von 7% pro Jahr in der Spitze
aus. Das ist zwar relativ stark, aber noch lange
nicht so verrückt, wie wir es in der Vergangenheit
in anderen Schifffahrtssegmenten
gesehen haben. Man muss immer die
Risiken im Blick behalten, aber nicht alles
ist vorhersehbar.


Interview: Michael Meyer/ HANSA

 

Hier finden Sie den kompletten Beitrag.

 

Tiefsee-Monitoring über Schwarmintelligenz

HANSA International Maritime Journal – 153. Jahrgang – 2016 – Nr. 9: Autonome Unterwasseranlagen sollen das Tiefsee-Monitoring effizienter machen. Ein deutsches Forschungsprojekt setzt auf die sogenannte Schwarmintelligenz und hat jetzt eine wichtige Hürde genommen. Lesen Sie hier mehr.

 

Weitere Beiträge ...

Seite 1 von 2
FacebookTwitterGoogle BookmarksLinkedinRSS FeedPinterest
Pin It